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Die Rose
Valentinstag ist schon vorbei,
Monate ist's her, eigentlich drei.
Bin so müde vom hektischen, langen Tag.
die grosse Belastung ich noch in mir trag.
Möchte' ruhen, einfach nur sein und heim,
öffne den Briefkasten und erblicke den Reim.
Daneben die Rose so zerbrechlich und fein.
Von wem nur kann dieser Liebesgruss sein?
Die Blüte liegt anschmiegsam in meiner offenen Hand,
fühle mein Zittern, die Schwäche, lehn mich an die Wand.
Wende den Blick und lese die zärtliche Zeile,
versink' in die Worte für eine ewige Weile.
Buchstaben fliessen durch das Pupillentürchen,
reihen sich aneinander an einem Schnürchen.
Wie der Tropfen auf der Wange zur Seele sie gleiten,
und mein Herze zum schnellen Klopfen verleiten.
Die Ode von tiefer Liebe, Geborgenheit und Sehnsucht spricht,
vom Vergleich meines Ich's zur Rose aus des Schreiber's Sicht.
Sie nimmt von mir all meine Müdigkeit - ich kann mich spüren,
und lass mich willig willenlos durch den Dichter verführen.
Ich spür' es durch meine Adern rauschen,
und werde immer wieder danach lauschen.
Diese Dinge im Leben, so reich sie den Menschen beschenken.
Ich werde immer wieder an dieses Heimkommen denken.
Die Rose lächelt - und ich lächle zurück.
26. Mai 2000
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