Mond im Nebel
Mein Blick
wandert aus dem Fenster und verliert sich im Lichtermeer der Stadt unter
mir. Es ist spät, die Nacht ruht schwarz auf den Dächern, sinkt schwer
zwischen die Gassen und wiegt weit entfernt in schwindelnder Höhe die hell
leuchtende, beinahe volle Mondscheibe. Eine friedliche Stille umgibt mich.
In meiner inneren Welt,
welche mich in dieser Stunde geborgen einhüllt, fühle ich Deine Gegenwart.
Dich in meinen Gedanken wandern zu lassen, erfüllt mich mit einer lustvollen
Harmonie. Es erscheint mir als ob sich ein grosses Tor öffnet und sich eine
Sintflut von Glückshormonen in meine Blutbahnen ergiesst. Mein Körper spielt
bei dieser Überschwemmung verrückt; er vibriert und zittert, fröstelt und
hat Hitzeschübe, schwappt über und taucht unter, jede Zelle springt und
jauchzt vor Entzücken...! Bei diesem Chaos ist es mir wahrlich fast
unmöglich, einigermassen einen klaren Verstand aufrecht zu erhalten. Doch,
ich geniesse diese Gefühle der lebendigen Schönheit und sinnlichen Erotik.
Sie vermitteln mir die Empfindung für die schönsten Seiten des Lebens
empfänglich und ganz Frau zu sein.
In meinem tiefsten Innern
teilst Du einen Teil meines Lebens und kannst mich ein Stück auf meinem
Lebensweg weit begleiten. Ich rieche und schmecke Dich, ich berühre und
streichle Dich, ich spüre und entdecke Dich. Ich sehe Deine tiefen
Fussspuren in meinem Herzen und diese schmelzen nicht zum Frühlingsbeginn
...!
Was für den Vogel die
Kraft der Schwingen,