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Vater

 

Licht, Schatten, Sonne, Mond und Du,

gehören in meinem Leben einfach dazu.

 

Was wäre ich ohne Dich im Leben?

Du hast mir so immens viel gegeben.

 

Ein grosser Teil von Dir bin ich,

und dies für immer und ewiglich.

 

Dass Du nicht mehr sein sollst in allzu nächster Zeit,

lässt mich verzweifeln, dafür bin ich noch nicht bereit.

 

Dein Entscheid lässt mich mit dem Leben zaudern,

den Gedanken und die Tragweite mich erschaudern.

 

Wer und was ich bin, hast Du mich gelehrt,

gerade und deshalb hab ich Dich geehrt.

 

Du nimmst ein in meinem Herzen einen wichtigen Raum,

schliesse meine Augen und seh Dich als starken Baum.

 

Als mächtigen Felsen in der Brandung,

drum versteh ich nicht Deine Handlung.

 

Ich muss sie annehmen und auch respektieren,

aber ich kann und will Dich noch nicht verlieren.

 

Wenn du gehst nimmst Du mit einen grossen Teil von mir.

Hätte ich einen Wunsch frei, ich wünschte du bliebest hier.

 

Zutiefst weint meine Seele und mein Herz,

so unendlich abgründig ist mein Schmerz.

 

Nichts scheint mehr für mich ihre Gültigkeit zu haben,

kann mich und das stattfindende Leben kaum ertragen.

 

Neben dem Schmerz überwältigt mich hilflose Wut,

ich fühl sie in meiner Seele, die brodelnde Brut.

 

Du hast mir damit - Deinem Kinde - Gewalt angetan,

lässt mich einfach so zurück weil Du Dein Leben vertan?

 

Dreh mich mit all diesen ständigen Gefühlen im engen Kreise,

meine inneren Schreie, Gespräche sind stumm und leise.

 

Werde zum eigenen Schatten auf dieser Welt,

als bewegte ich mich als Geist in luftdichtem Zelt.

 

Der Sauerstoff, er geht mir aus,

ich möchte weg, aus mir hinaus.

 

Wie kannst Du das nur tun?

Ich werde niemals wieder ruhn.

 

Ich werde immer wieder verzagen,

und mich ständig hinterfragen,

 

Warum?

 

 

Im 2005, 9. August

 

 
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