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Weihnachten - Besinnungszeit

 

Zeit der Besinnung. Raum für Gesinnung.

Gefühl, schon viel länger zu leben. Viel genommen und viel gegeben.

Nichts verloren, nur gewonnen. Ziele gesetzt, Pläne zerronnen.

Viel Liebe verlangt. Herze, das bangt.

Auch Liebe verschenkt. Verstand, der nicht denkt.

Dinge nur erahnt. Schicksal sich bahnt.

In Erinnerung wühlen. Vergangenheit fühlen.

Gemüter sich erhitzen. Angst lässt schwitzen.

Vergangenheit liegt schwer. Die Gegenwart will mehr.

Jetziges und Vergangenes - beide. Treffen sich heut unter meiner Weide.

Im Nirgendwo an einem See in mir. Von mir erzählen will ich Dir.

Von der Empfindsamkeit in meinem Innern. So magst Du Dich vielleicht an mich erinnern.

Zuneigung benennen. Sympathie bekennen.

Vertrauen schenken. An die Seele denken.

Die Missgunst ins Exil verbannen. So Schlechtes geht von dannen.

Zeit der Ruhe in sich wiegen. Lass die Hektik einfach liegen.

Sinnlichkeit ganz neu entdecken, Lebenssinne sachte wecken.

Zuneigung einen Platz verschaffen. Energien zusammenraffen.

Krankheiten lernen akzeptieren. Chancen erkennen, nicht vegetieren.

Gedanken offen kreisen lassen. Sich lieben und nicht einfach hassen.

Menschen lieben wie sie sind. Wie die Mutter ihr eigen Kind.

Öffnen sich Herzen, vergehen alle Schmerzen.

Ist so schlimm der Seelenschmerz. Überquillt vor Pein das ganze Herz.

Die Tränen stauen sich als See. Der Druck so gross, es tut so weh.

Kommt dann ein Mensch und sieht Dich an. Die richtigen Worte sagt er dann.

Legt er um Dich noch seinen Arm. Da wird es einem gut und warm.

Die Träne rollt, sucht ihren Weg. Der Seelenschmerz fand einen Steg.

Auszubrechen aus der schlimmen Pein. Die Schwere nimmt von diesem Stein.

Vom schwarzen Loch, das in mir hockt. Mir die Luft raubt, den Atem stockt.

Jedes Mal die Hürden überwinden, um neuen Lebensmut zu finden.

Plötzlich Licht, wie nach Regen. Lässt alle Trauer aus mir fegen.

Füllt sich das Herz mit Sonnenschein. Glück hält Einzug in mein Dasein.

Abschied nehmen, gelassen sein. Geh meinen Weg, bin nicht allein.

Öffne für Neues ich meine Hand. Lass los, was mich einst verband.

Blicke nur noch vorwärts, voller Zuversicht. Begleitet von Frohgemut und tiefer Einsicht.

Ich geh hinaus und lebe mein Leben und werde mit vollen Händen geben.

Wie jedes Jahr auf's neue ist Weihnachtszeit. Diesmal für mich eine tiefe Besinnungszeit.

 

Zum Jahreswechsel 2000/2001

 

 

 

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