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Spiegelbild der Welt

Manchmal liegt die Welt zu meinen Füssen,

scheint mein Hier sein zu begrüssen.

Doch manchmal geh ich unter in den Massen,

und niemand scheint mein Dasein zu erfassen.

 

An Tagen lächelt mein Spiegelbild mich an,

da gefällt mir jede Kleinigkeit an mir dran.

Verspielt in meinen Augen der helle Sonnenschein,

sanft die langen Wimpern fangen das Strahlen ein.

 

Umfasst mich dann das Universum mit den Armen,

hat mit meiner Wenigkeit doch scheint's erbarmen.

An der Hand werd ich geführt und lass mich lenken,

mein grosses Herz erfüllt, will Liebe schenken.

 

Zu wirken gibt sie mir die Macht,

betöre sanft und auch ganz sacht.

Vielleicht den und jenen - alle nicht,

darauf bin ich auch nicht erpicht.

 

Jeder Morgen bringt die Freude, auch wenn kalt und früh,

noch Schlummer in den Augen, schlaftrunken Kaffe brüh.

So wohlig warm die Dusche, wie Sommerregen mild.

Sie nimmt von mir das Müde und macht mich zahm nicht wild.

 

Betret’ die grosse Bühne der fremden, weiten Welt,

Bin unter tausend Menschen, regiert von Macht und Geld.

Ich such den Blick der Augen, ich such nach ihrem Sinn,

doch schau ich oft vergeblich, wo ist das Leuchten hin?

 

Dann kann es schon geschehen,

die Aura wird verwehen.

Der kalte Wind bestiehlt mich schlicht,

zieht mich mit sich der böse Wicht!

 

Kann mich dann nicht im Spiegel mehr erfassen,

jede Kleinigkeit, so alles muss ich an mir hassen.

Versuch zu lächeln, doch seh ein Fratzengesicht,

welches kein liebes Wort mehr zu mir spricht.

 

Warum kann ich nicht immer glücklich sein?

Würde so gerne verbannen die Angst und Pein.

An einem jeden neuen Morgen versuch ich's aufs Neue,

das Glück, Zufriedenheit und Liebe hält mir die Treue.

 

Doch Trauer, Angst und alles dies, was ich nicht will,

verbirgt sich in jedem Leben, wenn auch oft still.

Ich darf die Hoffnung niemals verlieren,

Kälte ertragen lernen und auch frieren.

 

Denn immer wieder kommt die Wärme, nicht nur für mich.

Bitte, suchendes Herz, nein glaube mir, auch für Dich!

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